Bücher

Ralph Burkhardt füllt über 600 Seiten, die sich aber nicht nur wegen der vielen Illustrationen recht flott weglesen. Insofern gehen Seitenzahl und übrigens auch der Preis ok. Warum ich trotzdem so darauf herumreite: Das Buch ist zunächst nach den geläufigsten Drucksachen (Flyer, Broschüre, Plakat, CD/Geschäftsaustattung) und auf einer zweiten Ebene jeweils nach Konzeption, Gestaltung und Produktion gegliedert. Das ist ein bisschen viel des Guten, weil zumindest die drei Druckprodukte doch sehr viel Gemeinsames haben. Zwar wird regelmäßig auf detailliertere Ausführungen in anderen Kapiteln verwiesen, aber es doppelt sich doch einiges, der Buchumfang ließe sich gewiss deutlich reduzieren.

Alphonse ist Maler und renoviert in der belgischen Provinz Küchen, Wohnzimmer und Gästezimmer von mehr oder weniger skurrilen Kund*innen. Er ist eindeutig die Hauptfigur in Annelies Verbekes Roman, allerdings gibt es so gut wie keine ernsthafte Handlung, in der er aktiv wäre. Klar, er geht seiner Arbeit nach, er verbringt Zeit mit seiner Freundin oder Freunden und manchmal geht er auch essen. Aber das alles ist eigentlich nicht der Rede wert. Trotz seiner Passivität steht er in der Tat im Zentrum der Handlung(en), nur dass es eben die Handlungen anderer sind. Alphonse ist gut im Zuhören und Beobachten, und so nimmt die Leser*in - vermittelt durch Alphonse - an einer ganzen Reihe kleiner und etwas größerer Dramen vornehmlich unter und um Alphonses Kundschaft teil.

First, it must be said that this is the English translation of a French novel – something I would not normally have bought, but I sort of found out too late. I ma certainly not good enough for the French original, but since that is not an option, a German version would obviously have done better.

The author of this novel is known for detectives, and: it shows. The image of the private eye sitting at his desk, an empty bottle of wine in front of him, the ashes in the fireplace still hot, the revolver pressed to his head an he ready to pull the trigger... this is so clichée crime novel that one must wonder whether it is meant seriously. Apparently it is, at least the rest of the novel is not much different when it comes to style and language.

Der Cornelsenverlag gibt sich ja redliche Mühe, sich in ein schlechtes Licht zu setzen: Das (meiner Meinung nach) schlechteste S1-Lehrwerk für Englisch. Eine komische Kooperation, bei der man auf der Didacta ausgerechnet dem Philologenverband Unterschlupf auf dem eigenen Stand gewährte, und sich damit mit dessen politischen Zielen gemein machte (obwohl übrigens der Philologenverband als Teil des deutschen Beamtenbundes auf dessen großem Stand prima hätte unterkommen können).

Bücher zur Digitalisierung des Lernens gibt es viele. Viele zeichnen sich aber durch eine weitestgehende, fast schon ideologische Ablehnung jedeweder Digitalisierung der Schule aus, z.B. Werke der Herren Lankau und Spitzer. Das sind übrigens trotzdem lesenswerte Bücher – auch wenn man die Argumente bzw. die einseitige Gewichtung der Argumente ablehnt, kann es nicht schaden, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Und wie jede*r weiß: Wenn man sich aufregt, ist man wenigstens voll bei der Sache.

Andere Werke sind mehr so Reklameschriften für ein bestimmtes Verständnis, womöglich gar für einen bestimmten Lieferanten von Digitalisierungslösungen. Hier hätte ich gerade keine Beispiele parat, solche Werke kaufe ich lieber erst gar nicht. Eine der jährlichen Beigaben zu den Friedrich-Zeitschriften fällt durch einen extrem hohen Anteil bezahlten Contents in diese Richtung aus. Was übrigens schade ist, weil gerade der Friedrich auch durch eine sehr gut gemachte religionspädagogische Zeitschrift und das gerade rundum renovierte und deutlich aufgewertet Heft On. Lernen in der Digitalen Welt (Früher: Computer und Unterricht) auffällt.